
Genre: Klassiker
SprecherKarlheinz Gabor
ISBN9783711901224
Länge1 t
VeröffentlichtNovember 2024
Über das Hörbuch
Buchmendel ist eine Novelle von Stefan Zweig aus dem Jahr 1929.
Handlung: Der Erzähler flüchtet vor einem Regenguss in das Café Gluck in der Wiener „obern Alserstraße“. Zwanzig Jahre zuvor war er als junger, neugieriger Mensch schon einmal dagewesen. Auf der Suche nach Literatur über Mesmers „Magnetismus“ hatte ihn ein Freund mit Jakob Mendel, alias Buchmendel, bekannt gemacht. Dieser „Magier und Makler der Bücher“ hatte seit Jahren schon seinen festen Arbeitsplatz an einem „mit Notizen überschmierten Marmortisch“ des Cafés. Der „galizische Büchertrödler... las, wie andere beten.“ In „vollkommener Besessenheit... wiegte [er] sich lesend wie ein dunkler Busch im Wind.“ Als Mendel im Jahr 1882 nach Wien gekommen war, wollte er Rabbiner werden. Ein Weiser war er zwar nicht geworden, wohl aber das „Miraculum mundi“ aller Bücher. Zu seiner Kundschaft zählten Buchhändler aus Paris, London und „fanatische Sammler heraldischer Werke“ wie der Graf Schönberg, ehemals Statthalter der Steiermark, der Theologe Siegenfeld und der Flottenadmiral a.D. Edler von Pisek. Dabei besaß Mendel überhaupt keine Konzession als Buchhändler, sondern nur einen Hausierschein. Die Anfrage nach Mesmer-Literatur hatte Buchmendel damals vor zwanzig Jahren schließlich mit ein paar Dutzend Titeln wie aus der Pistole geschossen beantwortet und noch auf Gaßner sowie die Blavatsky verwiesen. Dabei hatte Mendel keines der Bücher gelesen, sondern lediglich deren antiquarische Eckdaten in seinem famosen Gedächtnis aufbewahrt.
Handlung: Der Erzähler flüchtet vor einem Regenguss in das Café Gluck in der Wiener „obern Alserstraße“. Zwanzig Jahre zuvor war er als junger, neugieriger Mensch schon einmal dagewesen. Auf der Suche nach Literatur über Mesmers „Magnetismus“ hatte ihn ein Freund mit Jakob Mendel, alias Buchmendel, bekannt gemacht. Dieser „Magier und Makler der Bücher“ hatte seit Jahren schon seinen festen Arbeitsplatz an einem „mit Notizen überschmierten Marmortisch“ des Cafés. Der „galizische Büchertrödler... las, wie andere beten.“ In „vollkommener Besessenheit... wiegte [er] sich lesend wie ein dunkler Busch im Wind.“ Als Mendel im Jahr 1882 nach Wien gekommen war, wollte er Rabbiner werden. Ein Weiser war er zwar nicht geworden, wohl aber das „Miraculum mundi“ aller Bücher. Zu seiner Kundschaft zählten Buchhändler aus Paris, London und „fanatische Sammler heraldischer Werke“ wie der Graf Schönberg, ehemals Statthalter der Steiermark, der Theologe Siegenfeld und der Flottenadmiral a.D. Edler von Pisek. Dabei besaß Mendel überhaupt keine Konzession als Buchhändler, sondern nur einen Hausierschein. Die Anfrage nach Mesmer-Literatur hatte Buchmendel damals vor zwanzig Jahren schließlich mit ein paar Dutzend Titeln wie aus der Pistole geschossen beantwortet und noch auf Gaßner sowie die Blavatsky verwiesen. Dabei hatte Mendel keines der Bücher gelesen, sondern lediglich deren antiquarische Eckdaten in seinem famosen Gedächtnis aufbewahrt.
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